• Yvonne Thoonsen

Magnetfeldtherapie


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Magnetfeldtherapie wurde bereits in der Antike angewandt in Form von Magneteisenstein, der über schmerzende Stellen gestrichen wurde. Im Mittelalter arbeitete Paracelsus viel mit Magneten bei unterschiedlichsten Erkrankungen. Im 18. Jahrhundert konnte der Wiener Arzt F.A. Mesmer (1734 bis 1815) mit Magneten vielfältige Heilungen erzielen. Da er einen wissenschaftlichen Wirkungsnachweis nicht erbringen konnte, geriet diese Therapieform nach ihm lange Zeit in Vergessenheit. In den vergangenen 35 Jahren wurden intensive Untersuchungen zur möglichen Wirkung von Magnetfeldern durchgeführt. Man hat herausgefunden, dass die Kommunikation in unserem Körper mithilfe von elektromagnetischen Signalen (sog. „Biophotonen) stattfindet. Die Grundsubstanz als zentrales Medium zur Steuerung von Stoffwechsel- und Entgiftungsprozessen ist quasi ein „drahtloses Informationsnetz“. Sie steuert durch Biophotonenaustausch pro Sekunde über 100.000 lebenswichtige Funktionen jeder einzelnen der circa 80 Billionen Zellen eines Menschen. Die Magnetfeldtherapie arbeitet auf dieser Kommunikationsebene des Organismus und kann regulierend auf die Vielzahl von elektromagnetischen Vorgängen einwirken. Mit pulsierenden Magnetfeldern kann das Immunsystem aktiviert, Heilungskräfte beschleunigt und die Körperentgiftung angeregt werden.


Zum Einsatz kommen sehr unterschiedliche Geräte, die mit starken oder schwachen Magnetfeldern arbeiten. Allgemein schreibt man der Magnetfeldtherapie folgende Wirkungen zu:

Stärkung und Ausgleich des Immunsystems bei Infekten und Allergien Schmerzlinderung und Schmerzreduzierung bei Muskelverspannungen, Nervenschmerzen oder Gelenkerkrankungen verbesserte Sauerstoffversorgung von Zellen und dadurch Anregung von Zellteilungsprozessen und Wachstum von Gewebe Harmonisierung des vegetativen Nervensystems bei nervösen Tieren Steigerung der Leistungsfähigkeit Magnetfeldtherapie wird bei Tieren besonders bei folgenden Problemen eingesetzt:

verzögerte Knochenheilung bei Brüchen Wundheilung, Wundheilungsstörungen, Probleme mit dem Bewegungsapparat wie z.B. Zerrungen, Prellungen, Arthrosen, Sehnen-, Muskel- oder Schleimbeutelentzündungen Aktivierung von Heilungsprozessen bei chronischen Erkrankungen Stoffwechselaktivierung, Ausleitung, Entgiftung.


Natürlich gibt es auch Bereiche, in denen eine Magnetfeldtherapie mehr schaden als nützen kann. Sie sollte auf keinen Fall eingesetzt werden bei schweren Infektionen, bei fortgeschrittenen Organerkrankungen wie z. B. Herz oder Niereninsuffizienzen, bei akuten fieberhaften Infekten, bei Pilzerkrankungen und während der Trächtigkeit. Menschen mit Herzschrittmachern oder Insulinpumpen sollten sich von Magnetfeld-Therapiegeräten sicherheitshalber fern halten.


Wie jede Therapieform hat die Magnetfeldtherapie ihre Einsatzgebiete und ihre Grenzen. Gerade bei bisher unerkannten Organinsuffizienzen kann es durch den Einsatz der Magnetfeldtherapie zu einer Verschlechterung kommen. Deshalb sollte eine Magnetfeldtherapie nur nach eingehender Untersuchung und Diagnosestellung durch den Tierarzt erfolgen.

Dr. Heidi Kübler

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