• Yvonne Thoonsen

Die Kapuzinerkresse - Tropaeolum majus

Aktualisiert: 27. Aug 2019


Botanik


Ernte

Geerntet werden können alle oberirdischen Teile von Mai bis Oktober. Ihr Geschmack ist scharf (senfig) bzw. die Stängel schmecken wie Schnittlauch. Getrocknet verliert sie ihre Heil- und Würzkraft. In Essig oder auch mit Butter vermengt lässt sie sich aber gut konservieren.


Wirkungen

Sie stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte und wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilze insbesondere im Bereich der Atem- und Harnwege. Kapuzinerkresse gilt als „pflanzliches Penicillin“ mit Breitbandwirkung. Die Wirkung ist vielleicht etwas schwächer aber dafür hat sie kein Allergiepotential und birgt keine Gefahr der Resistenzbildung.


Anwendungsgebiete in der Humanmedizin:

Innerlich z. B. als Fertigpräparat (z. B. Angocin) bei Atem- und Harnwegsinfekten, bei Mandelentzündungen und Nebenhöhlenentzündungen, bei grippalen Infekten und auch zur begleitenden Therapie bei Darmpilzerkrankungen.

Äußerlich z. B. bei Akne z. B. in Form eines Dampfbades oder aber als Salbenzubereitung und auch als Haarspülung bei strapaziertem schuppigen oder fettigen Haar.


Nebenwirkungen:

Bei Überdosierung ist eine Reizung von Magen-, Darm, und Nieren möglich. Man sollte sie daher nach den Mahlzeiten und nicht länger als 6 Wochen einnehmen.


Anwendungsgebiete in der Tiermedizin:

Die Anwendung bei insbesondere den kleinen Heimtieren wie z. B. Kaninchen und Meerschweinchen sowie auch bei Hunden ist sehr gut möglich. Auch hier sind die Hauptanwendungsgebiete:

- Atemwegsinfekte

- Harnwegsinfekte

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